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Kernzugeinheit
µ-genaue Schieberbewegungen – wartungsarm, energieeffizient und reinraumtauglich ohne Hydrauliköl.
Die servo-elektrische Kernzugeinheit SLY vereint Schieberführung, -betätigung und -montage in einer kompakten Einheit. Entwickelt für hochpräzise Schieberwerkzeuge und Lift & Strip-Formen in der Medizintechnik, ermöglicht sie µ-genaue Positionierung bei reduzierten Werkzeugabmessungen und minimalem Wartungsaufwand.
- Reinraumtauglich - Ölfreier Betrieb für kontaminationsfreie Prozesse
- Kompakt - externe Führung außerhalb des Formrahmens spart Werkzeugvolumen
- Smart - programmierbare Verfahrprofile, reproduzierbar ohne Endanschlag
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Kernzugeinheiten bewegen Formkerne und Schieber - servo-elektrisch statt hydraulisch
Eine Kernzugeinheit ist die Antriebseinheit, die Formkerne und Schieber im Spritzgusswerkzeug bewegt: Sie zieht den Kern vor dem Öffnen aus dem erstarrten Bauteil und positioniert ihn exakt für den nächsten Zyklus. Ohne Kernzug lassen sich Hinterschneidungen, Querbohrungen und komplexe Geometrien nicht entformen.
Moderne Spritzgießanwendungen stellen steigende Anforderungen an Oberflächenqualität, Bauraum und Reinheit. Besonders in der Medizintechnik entscheidet bereits eine minimale Oberflächenabweichung über die Brauchbarkeit eines Bauteils, während die verfügbaren Einbauräume enger werden. Servo-elektrische Kernzugeinheiten wie die SLY von Servomold lösen diesen Konflikt: ölfrei, kompakt und mit programmierbaren Verfahrprofilen - reproduzierbar ohne Endanschlag.
Für rotatorische Entformungen wie Gewindekerne ergänzen Ausschraubeinheiten das Programm.
Vorteile servo-elektrischer Kernzugeinheiten gegenüber Hydraulik
Ölfrei
keine Kontamination durch Hydrauliköl oder Leckagen, reinraumtauglich
Kompakt
externe Führung außerhalb des Formrahmens spart Werkzeugvolumen
Hohe Kräfte
bis 12 kN bei geregelter, µ-genauer Positionierung
Schnell
Verfahrgeschwindigkeit bis 600 mm/s mit programmierbaren Rampen
Retrofit-fähig
Elektrifizierung bestehender Werkzeuge ohne Neukonstruktion
Wartungsarm
keine Schläuche, Dichtungen oder Ölwechsel
Haltekraft: die Kernzugeinheit muss dem Einspritzdruck standhalten
Die kritischste Auslegungsfrage beim Kernzug ist nicht die Bewegung, sondern das Halten. Während der Einspritz- und Nachdruckphase drückt der Schmelzedruck auf die projizierte Kernfläche und schiebt den Kern zurück. Die Kernzugeinheit muss diese Kraft über die gesamte Zykluszeit sicher aufnehmen - jede Nachgiebigkeit erzeugt Grat oder Maßabweichungen.
Ein Hydraulikzylinder hält den Kern nur über anstehenden Systemdruck; fällt der Druck, geht die Position verloren. Die servo-elektrische SLY hält die Position geregelt über Servomotor und Antriebsstrang und stellt kurzzeitig hohe Kräfte bereit - bis zu 12 kN. Die erforderliche Haltekraft ergibt sich aus Schmelzedruck mal projizierter Kernfläche und bestimmt die Baugröße.
Über den Produktfinder gelangen Sie von der Kernfläche zur passenden Baugröße.
Servo-elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch: der Systemvergleich für den Kernzug
Für den Kernzug stehen drei Antriebsarten zur Wahl. Diese Kriterien zeigen, wann der servo-elektrische Antrieb die technisch belastbare Alternative zur Hydraulik ist:
Antriebsmedium: servo-elektrisch ölfrei (Strom); hydraulisch Hydrauliköl mit Leckage- und Kontaminationsrisiko; pneumatisch Druckluft.
Positionierung: servo-elektrisch geregelt und µ-genau mit frei programmierbaren Zwischenpositionen; hydraulisch und pneumatisch im Wesentlichen nur über Endanschläge.
Haltekraft: servo-elektrisch geregelt gehalten, unabhängig von anstehendem Druck; hydraulisch nur bei Systemdruck; pneumatisch für hohe Einspritzdrücke meist unzureichend.
Kraft und Tempo: die SLY erreicht bis zu 12 kN und 600 mm/s; Pneumatik bleibt auf kleine Kräfte beschränkt.
Energie: servo-elektrisch Leistungsaufnahme nur während der Bewegung statt Dauerlauf einer Pumpe.
Reinraum: servo-elektrisch ölfrei geeignet; Hydraulik kritisch; Pneumatik nur mit ölfreier Luft.
Wartung: servo-elektrisch keine Schläuche, Dichtungen oder Ölwechsel.
Sobald Haltekraft, Positioniergenauigkeit oder Reinraumanforderungen den Prozess bestimmen, ist der servo-elektrische Kernzug die belastbare Alternative zur Hydraulik.
Auslegung der Kernzugeinheit: diese Kennwerte bestimmen die Baugröße
Für die Auswahl einer SLY-Kernzugeinheit sind wenige Kennwerte entscheidend - dieselben, mit denen bisher der Hydraulikzylinder dimensioniert wurde:
Kraft: bis zu 12 kN, baugrößenabhängig.
Hub: Standard-Hublängen 75, 100 und 150 mm.
Geschwindigkeit: bis zu 600 mm/s - 150 mm in 0,5 s inklusive Beschleunigung und Verzögerung.
Bewegte Masse: Schlittengewicht max. 14 kg je Einheit.
Bewegungsprofil: frei programmierbare Verfahrprofile mit Rampen, reproduzierbar ohne Endanschlag.
Einbausituation: Anbauposition und verfügbarer Bauraum außerhalb des Formrahmens.
Mit diesen Werten liefert der Produktfinder die passende Baugröße.
Integration in die Spritzgießmaschine: Ansteuerung über Servo MoldControl
Servo-elektrische Kernzugeinheiten werden über die Steuerung Servo MoldControl betrieben. Die Spritzgießmaschine startet die Bewegung über digitale Ein- und Ausgänge; die Steuerung regelt Position, Geschwindigkeit und Kraft und meldet die erreichte Endlage zurück.
Verfahrprofile werden einmal eingerichtet und gespeichert: Die Steuerung verwaltet bis zu 100 Programme, die beim Werkzeugwechsel reproduzierbar abgerufen werden und Rüstzeiten verkürzen. Daten laufen über USB und Ethernet.
Die SLY-Kernzugeinheiten im Detail
Einsatzfelder servo-elektrischer Kernzugeinheiten
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In der Medizintechnik entscheiden Oberflächenqualität und Reinheit über die Brauchbarkeit der Bauteile – bei transparenten Komponenten macht bereits ein minimaler Kratzer das Teil unbrauchbar. Die SLY-Kernzugeinheit arbeitet frei von Hydrauliköl und mit wartungsarmer Linearführung: keine Ölkontamination und ein deutlich geringeres Risiko verschleißbedingter Kratzer.
Bewegt durch unsere Servo-Technologie
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Kernzugeinheiten
Eine Kernzugeinheit bewegt Formkerne oder Schieber in einem Spritzgusswerkzeug, um Hinterschneidungen und komplexe Bauteilgeometrien zu entformen. Sie erzeugt die Kraft, um den erstarrten Kunststoff vom Kern zu lösen, und positioniert den Kern exakt für den nächsten Zyklus. Kernzugeinheiten gibt es in hydraulischer, pneumatischer und servo-elektrischer Ausführung.
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